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30 Jahre Städtepartnerschaft Simbach - Skipton

Besuch einer Simbacher Delegation in Skipton vom 04.05. - 07.05.2012

Delegation in Skipton

Delegation in Skipton

Delegation in Skipton

Delegation in Skipton

Delegation in Skipton

Delegation in Skipton

 

Rede von Herrn 1. Bürgermeister Günther Wöhl

 

30 Jahre Städtepartnerschaft Simbach – Skipton

Bekräftigung der Partnerschaft in Skipton

am Samstag, den 5. Mai 2012

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Whitaker, lieber Paul,

sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

liebe Freunde aus Skipton!

Wir sind heute hier im Sitzungssaal des Skiptoner Rathauses zusammen gekommen, um das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen unseren beiden Städten zu feiern. Gleichzeitig werden wir die im Jahre 1982 in der Partnerschaftsurkunde niedergeschriebenen Ziele mit unseren Unterschriften erneut bekräftigen.

Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeisterkollege Paul Whitaker sowie dem Stadtrat von Skipton sehr herzlich für die Einladung zu dieser Feier. Unsere Besuchergruppe setzt sich aus Repräsentanten der drei Säulen zusammen, die in den zurückliegenden 30 Jahren unsere Städtepartnerschaft von Simbacher Seite aus getragen haben. Ich möchte Ihnen die Personen kurz vorstellen:

Stadtrat

Altbürgermeister Richard Findl (Bürgermeister von 1984 – 2008)

2. Bürgermeister Max Winkler

Stadtratsmitglied Jochen Achatz

Stadtratsmitglied Prof. Dr. Gerd Strohmeier

Schulen

Schulleiter Edgar Nama, Tassilo-Gymnasium

Paul Wehrl, Staatl. Realschule Simbach und Übersetzer

 

Partnerschaftsverein

Ingeborg Krauss, 1. Vorsitzende seit 1994

Anton Schuhbauer, 2. Vorsitzender seit 1992 und Geschäftsleitender Beamter der Stadt

Zwischen Simbach und Skipton liegen nicht nur Hunderte von Kilometern, sondern es bestehen auch Unterschiede in Geschichte, Kultur und Traditionen. Zwischen uns liegen beispielsweise eine Tagesreise mit dem Bus, eine Zeitzone oder ganz Deutschland und ein Meer. Vor 30 Jahren war es ein beherzter und mutiger Schritt, trotz dieser „Erschwernisse" eine Städtepartnerschaft einzugehen. Schnell begann man, sich kennen zu lernen, sich näher zu kommen, einander zu verstehen und schließlich auch Freundschaften zu schließen. Wir leisteten damit auch einen Beitrag zur Völkerverständigung und zur Erhaltung des Friedens in Europa.

Seit 30 Jahren haben die Bürgerinnen und Bürger unserer beiden Städte und vor allem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, bei gegenseitigen Besuchen eine Antwort auf die Fragen: „Wie leben die Menschen in Simbach und Skipton, welche Probleme haben sie, wofür interessieren sie sich und haben sie eine andere Mentalität?" zu bekommen. Am besten erfährt man so etwas natürlich an Ort und Stelle und zwar von den Menschen selbst.

Ich bin sehr froh, dass unsere Städtepartnerschaft es vielen Menschen ermöglicht hat, solche Kontakte zu knüpfen und entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Trotz unzähliger Informationsmöglichkeiten über Deutschland und England, die es heutzutage gibt, treffen wir im Alltag immer wieder auf Unkenntnis, Vorurteile oder auch Missverständnisse. Diese abzubauen beziehungsweise erst gar nicht entstehen zu lassen, dafür gibt es ein einfaches Mittel: Begegnungen von Mensch zu Mensch. Denn nichts geht über die eigene Anschauung oder die persönliche Erfahrung. Neues ist immer reizvoll und ungewohnte Standpunkte weiten den Blick. Wer offen ist für neue Erfahrungen, der wird auch schnell Verständnis für den anderen sowie Toleranz entwickeln. Wächst dann die Sympathie zu einem Menschen, dann entsteht daraus schließlich eine Freundschaft.

Unsere Partnerschaft stützte sich, wie ich schon bei der Vorstellung unserer Reisegruppe gesagt habe, immer auf drei Säulen: Die offizielle Schiene von Stadt zu Stadt mit Bürgermeistern und Stadtratsmitgliedern, die beiden Partnerschaftsvereine und vor allem unsere Schulen. Die offiziellen Besuche von Bürgermeistern und Stadtratsmitgliedern sind notwendig, um die Zielsetzungen einer Städtepartnerschaft festzulegen, neu auszurichten und immer wieder zu bekräftigen. Die beiden Partnerschaftsvereine haben die Idee der Städtepartnerschaft und deren Zielsetzung stets mit finanziellen und ideellen Mitteln unterstützt sowie gegenseitige Besuche von Bürgerinnen und Bürgern organisiert. Unsere Schulen wie die Ermysted's Grammar School, die Skipton Girls‘ High School, die Aireville School, das Tassilo-Gymnasium, die staatliche Realschule und die Hauptschule Simbach haben es in den zurückliegenden 30 Jahren ihren Schülerinnen und Schülern ermöglicht, am klassischen Schüleraustausch oder an Klassenfahrten in die jeweilige Partnerstadt teilzunehmen. Das Tassilo-Gymnasium hat von Beginn an und nahezu ununterbrochen den klassischen Schüleraustausch mit den Skiptoner Partnerschulen gepflegt. Lediglich die Maul- und Klauenseuche hat mit einem Reiseverbot des Schulamts einmal einen Besuch verhindert.

Man sieht, unsere Städtepartnerschaft war von Beginn an nicht bloß eine Angelegenheit von Funktionsträgern, wie dies bei manch anderen Städtepartnerschaften der Fall ist. Unsere Partnerschaft lebte davon, dass die Menschen der beiden Städte zu Partnern und vielfach auch zu Freunden wurden. Die Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Musikgruppen oder auch Sportler von Simbach und Skipton haben seit 1982 zahlreiche Kontakte geknüpft.

Vor allem aber kam diese Städtepartnerschaft unserer Jugend zugute. Der Erfahrungsaustausch mit Gleichaltrigen und das Leben in Gastfamilien haben maßgeblich dazu beigetragen, den Alltag im anderen Land aus nächster Nähe kennen zu lernen und mitzubekommen, was die Menschen bewegt, was ihnen Sorgen bereitet und was ihnen Freude macht. Durch den unmittelbaren Kontakt konnten sie Verständnis für den anderen sowie Respekt und Toleranz für andere Denk- und Verhaltensweisen entwickeln. Von enormem Wert ist dabei natürlich die Sprachpraxis in der jeweiligen Fremdsprache durch den Aufenthalt in den Gastfamilien und im Alltag.

Angesichts des Erreichten könnte man versucht sein zu sagen, dass die Städtepartnerschaft ihre Funktion erfüllt hat und ad acta gelegt werden könnte. Doch – Sie stimmen mir sicher zu – das wäre kurzsichtig und widerspräche unserem Ziel und Auftrag. Denn ganz abgesehen davon, dass wird die freundschaftlichen Kontakte, die sich entwickelt haben, beibehalten wollen, müssen wir auch sehen, dass eine Beziehung zwischen Städten gepflegt und um gute Beziehungen zwischen unseren Völkern immer wieder gerungen werden muss.

Städtepartnerschaften sind gelebte Demokratie, denn sie beruhen auf der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Hier wird ein einfacher Bürger zum „Botschafter" seines Landes. Ein vereintes Europa kann nicht von oben diktiert werden, es muss von unten wachsen und dazu können wir mit unserer Städtepartnerschaft viel beitragen. Bei der Europapolitik geht es um das Verhältnis von Staaten zueinander, bei der Städtepartnerschaft um das Verhältnis zwischen Individuen.

Als unsere Partnerschaft vor 30 Jahren ins Leben gerufen wurde, haben wir eine Brücke zueinander geschlagen. Diese Brücke mit ihren drei tragenden Pfeilern wollen wir auch in der Zukunft aufrecht erhalten und daran arbeiten, dass unsere Partnerschaft weiter erfolgreich fortgeführt werden möge.

Mit unserer heutigen Unterschrift auf den Dokumenten, die für diesen Anlass vorbereitet wurden, bekräftigen wir erneut unsere Partnerschaft. Gleichzeitig müssen wir uns aber auch um die Zukunft dieser Partnerschaft kümmern. In unserer Gesellschaft wird es zunehmend schwieriger, Leute zu finden, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren. Viele Vereinsfunktionäre haben ein Alter erreicht, in dem sie ihre Ämter gerne an jüngere abgeben möchten und daher müssen wir bestrebt sein, immer wieder solche Leute zu finden und zu motivieren.

Nachdem die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden 1982 in Skipton und 1983 in Simbach stattfand, möchte ich schon heute zu einem Gegenbesuch in Simbach im kommenden Jahr einladen, damit wir auch bei uns gemeinsam dieses Jubiläum feiern können.

Wir haben miteinander vereinbart, bei diesem Besuch auf offizielle Geschenke zu verzichten. Aber ein kleines „Mitbringsel" sei mir gestattet: Diese Uhr, gefertigt aus dem Holz einer Platane aus unserer Bahnhofsallee, soll ein „stummer Diener" im Skiptoner Rathaus sein. Sie hat nur einen kleinen Fehler: Sie zeigt die „Simbacher Zeit".

Unsere Städtepartnerschaft und unsere Freundschaft lebe hoch! Herzlichen Dank!

Günther Wöhl

1. Bürgermeister

30 Jahre Städtepartnerschaft Simbach – Skipton

Bekräftigung der Partnerschaft in Skipton

am Samstag, den 5. Mai 2012

 

Mr Mayor Whitaker, dear Paul,

councillors,

friends from Skipton!

Today we have come together in the town hall of Skipton to celebrate the 30th anniversary of our towns‘ twinning. At the same time we are here to put down our signatures in order to reaffirm the aims written down in the twinning charter.

Thank you very much indeed, dear colleague, Mr Mayor Paul Whitaker and councillors of Skipton for the invitation to this celebration. Our party is representing the three pillars which have been holding up the twinning for the past 30 years in Simbach. Allow me to introduce them to you brievely:

Council

Past mayor Richard Findl (mayor from 1984 – 2008)

Deputy mayor Max Winkler

councillor Jochen Achatz

councillor Prof. Dr. Gerd Strohmeier

Schools

headteacher Edgar Nama, Tassilo-Gymnasium

Paul Wehrl, Staatl. Realschule Simbach und interpreter

 

Twinning association

Ingeborg Krauss, Chairwoman since 1994

Anton Schuhbauer, deputy chairman since 1992 and head of the administration in town

Not only hundreds of miles of distance lie between Simbach and Skipton. There are also differences in history, culture and tradition. To get from town to town it takes a day-trip on the coach, you enter a different time zone and you have to cross whole Germany and a big part of England. Therefore 30 years ago it was a courageous step indeed to start this twinning. Soon people met and started to get to know and understand each other closer, and finally to become friends. So we are bringing our contribution to the understanding of the nations and to maintain peace in Europe.

Being on a visit to their twin towns, for 30 years people and above all pupils in both our towns have had the opportunity to find an answer to the following questions: „How do people in Simbach or Skipton live? What problems do they have? What are they interested in?, and do they have a different mentality?" It is more than obvious that you find the answer most easily while being there together with the people of the twin town.

I am very glad indeed that our twinning has enabled many people to form social contacts and to make experience. Even though it has never been so easy to gather information about Germany and England, you still experience lots of ignorance, prejudice and misunderstanding in day-to-day life. But there is an easy remedy to overcome these, or even better to prevent them from coming up: People should get to know each other face to face. For nothing goes beyond one's personal experience. New things are always interesting and unfamiliar points-of-view broaden your horizon. The one who is open for new experience will soon develop both – understanding of and tolerance towards other people. The beginning of sympathy is the start of a new friendship.

As I have said before our twinning is based on three pillars: the official one is the link between the two towns with their mayors and councillors, the two twinning associations and above all our schools. The official visits of mayors and councillors are vital, to constitute and renew the focus of our twinning again and again. Both twinning associations have supported the idea of the twinning also financially and have organized trips. Our schools such as Ermysted's Grammar School, Girls‘ High School, Aireville School, the Tassilo-Gymnasium, the Staatliche Realschule und the Hauptschule Simbach - now called Inntal-Mittelschule - have enabled their pupils to take part in an exchange visit or to take a school trip to their twin town for 30 years now. Since the beginning the Tassilo-Gymnasium has continually had an exchange programme with schools in Skipton. It was only due to foot and mouth disease that the education authority didn't allow them to travel a couple of years ago. Let me say a very special "thank you” to the school and their exchanges.

As one can see our twinning has never merely been a matter between officials, as it is often the case with town twinnings. It is the links and friendships between people from both towns, which has brought life into this twinning. People, clubs and societies, music and sport groups from Simbach and Skipton have got in contact with each other many times.

But the ones who benefit the most from our twinning are the young. Talking to other people of your age as well as staying in a host family brings a great contribution to learning about the day-to-day life in another country. Doing this they learn about other people's concerns and worries, and they can develop a kind of understanding, respect and tolerance of other ways-of-life and other points-of-view. Another important aspect is: they can practice a foreign language in the native country and environment.

Having achieved so much one might be inclined to say: Our twinning has fulfilled ist purpose and can be considered finished. This however – I am sure you agree with me – would be short-sighted and would contradict our aim and mission. Despite all the social contacts that have developed, we must be aware that the bonds between our towns must be cared for, just like the relations between nations must be fostered again and again.

Town twinnings are vivid democracy, for they are based on the participation of their citizens. Here an ordinary citizen is turned into an „ambassador" of his country. A unified Europe cannot be ordered from above. It must start growing from down below, and we can contribute a lot to this with our twinning. European politics deal with relations between countries, town twinnings deal with the relations between people.

When our twinning was brought into being 30 years ago, we built a bridge to each other. Therefore we intend to maintain this bridge with its three pillars. And we also intend to do our best to carry on our twinning.

Putting our signature to these documents today, we reinforce our twinning anew. At the same time we must care about the future of this twinning. In our society it is getting more and more difficult to find people who are willing to do honorary work that serves public welfare. A lot of committee members have grown old and would like to hand over their functions to younger people. Therefore we must be inclined to find such young people and encourage them to take over these duties.

Since the twinning charters were signed in 1982 in Skipton and in Simbach in the year 1983, I would like to invite you to a return visit to Simbach next year to celebrate this jubilee.

We have agreed on doing without official gifts at this visit. But allow me to give you just a little present: This clock, made of a plane tree from the alley in front of the station shall be a kind of „silent servant" in Skipton Town Hall. It only has one little fault: It shows the time in Simbach.

Three cheers to our twinning and to our friendship! Thank you very much!

Günther Wöhl

1. Bürgermeister

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